Legesysteme für Kipperkarten

Die Kipperkarten sind eigentlich aus den Zigeunerkarten entstanden. Daher können durch diese Weiterentwicklung das genaue Alter und der Ursprung der Karten nicht definitiv bestimmt werden.

In einer Theorie soll Frau Susanne Kipper im Jahre 1873 die Kipperkarten erfunden und gestaltet haben. Die von ihr erschaffenen Karten besitzen den typischen Stil und die Weltanschauung der Gründerzeit. Die bildlichen Szenen und Situationen auf den Karten besitzen hübsche Zeichnungen und strahlen ein altmodisches und gewisses Flair vergangener Zeiten aus.

Systeme für jede Lebenslage legen

Aus 36 Karten, die nummeriert sind, besteht das anschauliche Kartenspiel. Wie für alle anderen Kartendecks sind ebenfalls unterschiedliche Legesysteme für Kipperkarten auszulegen. Durch die Legung der Kipperkarten können allgemeine Fragen und Entscheidungsfragen erkannt und entschlüsselt werden.

Weitere Legesysteme für Kipperkarten können für den Bereich Beruf und Arbeit sowie Reichtum und Geld genutzt werden, um Probleme aus diesen Bereichen zu ergründen und zu lösen. Für jede Situation und Lebenslage kann also ein passendes Legesystem angewendet werden, deshalb sind die Kipperkarten ein sehr beliebtes Kartendeck geworden.

Wahrsagen mit Kipperkarten

Kipperkarten sind reine Wahrsagekarten. Die Legesysteme für Kipperkarten unterscheiden sich von anderen Karten zum wahrsagen und die Ergebnisse fallen ebenfalls anders aus. Denn Kipperkarten können eine direkte Vorhersage der Ereignisse geben.

Auf den Bildern der Karten werden Personen und Ereignisse dargestellt, die sich im täglichen Leben des Fragenden abspielen. Aufgrund des Charakters des wahrsagen werden Kipperkarten gerne auf Art der Zigeuner gelegt, in dem sogenannten „großen Kartenbild“. Das gesamte Deck wird nach dem Mischen in vier Reihen mit je neun Kipperkarten ausgelegt.

Die bestimmende Figur in diesem Kartenbild ist die Karte „Hauptperson“, die sich immer auf den Fragenden bezieht. Die Position der Karte und die umliegenden Karten zeigen dem Deuter genau den jetzigen Standpunkt vom Fragenden und kann einiges über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Fragenden erkennen. Veränderungen können angezeigt werden, die bei dem Fragenden oder in seinem Umfeld geschehen werden. Teilweise kann die Veränderung fast neun Monate in die Zukunft gehen.