Lenormand und Tarot

Lenormand und Tarot: Auf den ersten Blick zwei völlig unterschiedliche Kartensysteme oder gibt es vielleicht doch Gemeinsamkeiten?

Legemethoden bei Lenormand und Tarot

Beim Tarot wird gerne als Legemethode das Ziehen einer Tageskarte eingesetzt sowie Methoden, bei denen nur die Karten der Großen Arkana ausgelegt werden. Beim Lenormand wird in der Hauptsache die Große Tafel gelegt, bei der alle Karten des Decks ausgelegt werden. Die Kombination der Karten untereinander ist für die Deutung bei Lenormand sehr wichtig. Je nachdem auf welcher Position eine Karte liegt kann die Bedeutung eine völlig andere sein, positiv verstärkt oder sogar negiert werden. Beim Legen der Lenormandkarten spielt im Gegensatz zum Tarot das Bilden einer Quintessenz keine Rolle, während beim Tarot die Quintessenz (also das Bilden einer Quersumme) zur abschließenden Betrachtung des Kartenbilds herangezogen wird.

Lenormand und Tarot: Wo die Karten ihren Ursprung haben

Der Name der Lenormandkarten geht auf Mlle. Lenormand zurück, die eine der berühmtesten Wahrsagerinnen des 18./19. Jahrhunderts war. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Karten, die wir heute als Lenormandkarten kennen, erst zwei Jahre nach ihrem Tod 1843 erschienen sind. Bei den Lenormand- und den Tarotkarten handelt es sich um Wahrsagekarten, auch Devinationskarten genannt. Die Tarotkarten sind wesentlich älter, als die Lenormandkarten. Es gibt sogar Theorien, die davon ausgehen, dass es bereits im alten Ägypten Tarotkarten gab. Für Europa gilt es als gesichert, dass die Karten hier im 14. Jahrhundert auftauchten und zwar zuerst in Frankreich und Italien.

Die Unterschiede zwischen den beiden Kartensystemen

Die Unterschiede zwischen Tarot- und Lenormandkarten liegen vor allem in ihrer Symbolik und ihrer Verwendung. Die Lenormandkarten dienen eher als Wahrsagekarten, während die Tarotkarten eher benutzt werden, um den Fragesteller bei der Suche nach einer tieferen Wahrheit zu unterstützen. Bei den Lenormandkarten gibt es nur Personen- und Sachkarten. Das in Deutschland sehr beliebte Kartendeck „Petit Lenormand“ besteht aus 36 Karten. Die Karten eines Tarotdecks werden aufgeteilt in die „Kleine Arkana“ und die „Große Arkana“. Darüber hinaus gibt es Hofkarten und Zahlkarten. Ein Tarotdeck besteht aus insgesamt 78 Karten, nämlich den 22 Karten der „Großen Arkana“ und den 56 Karten der „Kleinen Arkana“.

Fazit:

Sowohl Tarotkarten als auch Lenormandkarten sind beliebte Wahrsagekarten. Für welche der beiden Kartensysteme man sich entscheidet, hängt stark von der eigenen Person und dem Grund für eine Kartenlegung ab. Beide Kartensysteme haben ihre Berechtigung. Letztendlich ist die Deutung ausschlaggebend, wobei es bei Lenormand und Tarot schon einer gewissen Erfahrung bedarf, um eine ausführliche Legung deuten zu können.